Archiv für die Kategorie ‘Nachdenkliches’

Titel

Mittwoch, 26. Dezember 2007

Mir fällt auf, daß ich eigentlich nie wirklich Titel für einen Post erstelle. Es ist eher wie ein Tag, damit ich später alles wiederfinde. So wie ein Dateiname.

Foto-Kurs

Mittwoch, 26. Dezember 2007

Ich bin so froh, dass ich damals keinen Foto-Kurs gemacht habe. (iso 800)

Ich auch eigentlich. Entwickeln und vergrößern habe ich zwar gelernt, aber sonst wurde uns in der Ausbildung künstlerische Freiheit gelassen und so finde ich es auch gut.
So sollte es sein. Schön ist was gefällt.

Frohes Fest 3

Dienstag, 25. Dezember 2007

Gestern in dem einzigen Laden, der offen hatte, das “Casino-Cafe”, war man von seltsamen Menschen umgeben. Menschen mit Migrationshintergrund, die alleine an einem Tisch sitzen, mit dem Kopf auf der Tischplatte, alte Menschen, die an einem Whiskey schlürfen, junge Männer, die zwar zu mehreren dort saßen, jedoch nicht lachten und an einem Fensterplatz, ganz hinten, da saß ich.
Dort wurde mir klar, daß ich auf keinen Fall alleine sein will. Ich will kein Single-Rentner werden. Alleine an Weihnachten, ohne Frau an der Seite, ohne Kinder, die Freunde tot, am anderen Ende der Welt oder schlicht auseinandergelebt. Und dann hänge ich in so einem Cafe ab? Dann doch lieber in der Küche an einem Seil.
Nicht, daß ich Selbstmord gutheiße, aber ich kann es halbwegs nachvollziehen.

Uh, der Backofenreiniger haut rein *schwank* Oder ist es doch die Parkettpolitur?

Frohes Fest 2

Dienstag, 25. Dezember 2007

So lebe ich nun die nächsten fünf Tage allein in meiner Bude; Kerzen für die Weihnachtsstimmung, Modem, Router, Laptop und ein paar Bücher für abends. Nicht im Bild ist meine Matratze, eine Decke, eine Gabel und eine Tasse.
Zudem noch der ganze Putzkram, denn deswegen bin ich noch hier in Graz und nicht in Köln: Wohnung finalisieren.

Frohes Fest

Montag, 24. Dezember 2007

Ich sitze hier zwischen Umzugskartons mit meinem Laptop auf dem Boden und hunger. Großer Fehler, keine Nahrung im Haus zu haben, denn heute hat sogar McDonalds und Co. zu. Alle Pizzadienste, Restaurants, Würstlstandl; alles.
Wäre meine Freundin nicht da, wäre es ein sehr beschissenes Weihnachten, aber so ist es irgendwie sogar schön. Es hat was.
Jedenfalls hab ich Mitleid mit all den Menschen da draußen, die Weihnachten alleine zu Hause sind.

Frohes Fest.

Chemische Kampfstoffe

Mittwoch, 19. Dezember 2007

Chemische Kampfstoffe habe ich erworben; für alle Fronten. Ich bin bereit.
Front eins (Silikonfugen in der Dusche) wurde bereits weitflächig eingedeckt mit “Blue Star – Schimmelentfernung”. Front zwei (Ofen) steht bereits, ich werde allerdings erst in der sicheren Deckung der Nacht zuschlagen. Front drei (Fettverunreinigungen der Herdplatten) wartet ebenfalls ungeduldig. Front vier (Parkett) ist der schwierigste Fall; dort muss der Plan noch verfeinert werden und das Gelände von lästigen Möbeln und Kartons befreit werden.
Natürlich ist so ein Mehrfrontenkrieg sehr riskant, aber wenn ich schnell und erbarmungslos zuschlage, den Gegner überrasche, dann ist ein schneller Sieg sehr wahrscheinlich!

Ergänzung: Die Fugen in der Dusche sind komplett schimmelfrei! Reinweiss! Und ich habe nur angesprüht und zehn Minuten einwirken lassen; kein Schrubben… nix… Ich bin schwer beeindruckt!

Krass

Mittwoch, 19. Dezember 2007

Ich hab Tütensuppen, die sind ABGELAUFEN!

Bielefeld – Graz

Dienstag, 18. Dezember 2007


Zwei Stunden im ICE Bielefeld – Köln Hauptbahnhof. Die Schaffnerin ist so freundlich wie ihr Kollege bei der Hinfahrt; haben die etwa auch mehr Geld bekommen?
Die Landschaft ist nicht besonders sehenswert, sieht aus wie Deutschland im Dezember.

Als ich in Köln ankomme, denke ich, dass keine Stadt schön sein kann, wenn es kalt und nass ist und die Menschen sich wie eine Gnuherde an einer Furt durch die Einkaufsstrassen quetschen und gequetscht werden.
In dem Fall werde ich gequetscht, denn ich habe kein Ziel und lasse mich treiben bis ich vor der Elektronikartikelkonsumterrorhölle stehe (Wir hassen teuer? Oder Ich bin doch nicht blöd? Egal, beides Metro…). Innen versuche ich meine beiden Rucksäcke einzuschliessen, ich könnte ja was klauen, um dann nach potentiellen Geschenken zu suchen.

Da ich mich nie wirklich entscheiden kann und meine Meinung wie meine Stimmung schwankt, renne ich in solchen Läden oft wirr umher, nehme da eine CD in die Hand, trage sie zweimal um das Regal, lege sie zurück, schaue mir dort eine DVD an, dort ein Konsolenspiel, dann trage ich 5 CDs rum, dann wieder gar nichts. Anscheinend bewege ich mich dabei wie ein Ladenbdieb, denn wieder einmal verfolgt mich der Hausdetektiv. Entweder haben die es generell auf mich abgesehen, denn sie beobachten mich wirklich oft, oder fallen sie mir nur eher auf, weil ich darauf achte, ob mich jemand beobachtet?
Ich entscheide mich auf die alte Tour zu reagieren und gehe auf ihn zu: “Sie sind doch hier der Hausdetektiv; wissen Sie wo die Notebooks stehen?” Er ist einen Moment verwirrt, murmelt dann was vom ersten Stock, dreht sich um und geht.
Notebooks interessieren mich nicht, also gehe ich zur Kasse, die mangels wirklich Ausgang von Kunden benutzt wird, die nichts gekauft haben; da sollte ich mal eine Beschwerde-Mail hinschreiben, denn das regt mich schon seit Jahren auf *notier*
Die Kassierin reagiert nicht, als ich ihr einen schönen Abend wünsche. Die haben wohl keine Gehaltserhöhung bekommen wie bei der Bahn. Ich sollte sauer sein, hab aber irgendwie Mitleid. Scheissladen.

Meine Eltern wissen nicht, dass ich in der Stadt bin, also rufe ich kurz an, ob sie zu Hause sind und fahre nach der positiven Antwort mit der UBahn hin. Alter Schwede; 2,30 Euro für die paar Stationen; da können die Grazer wirklich froh sein über ihre günstige “Bim”.
Erst nachdem ich mich gesetzt habe fällt mir auf warum so viel Sitze hier frei sind, denn neben mir sitzt ein scheintoter, alter Mann mit Federn in den ungepflegten Haaren. Wahrscheinlich hat er unter einer Brücke geschlafen. Der Geruch ist unangenehm, aber was solls… besser als eine Horde Bushido-Klone, die mit ihren “Ringtones” angeben.
Die steigen zu allem übel auch an der nächsten Station ein und setzen sich eine Reihe hinter mich. Juhu; Köln ich freue mich auf dich! Ich drehe meinen MP3-Player lauter und starre in die Dunkelheit hinaus.

Bei meinen Eltern nichts neues; meinem Großvater geht es immer schlechter, mein Vater hat Urlaub und, ja, das war es auch schon irgendwie.
Gegen Mitternacht lege ich mich schlafen. Unglaublich früh für mich, aber ich muss um halb Sieben aufstehen um den Flieger nach Graz zu bekommen. Zum Glück fährt mein Vater mich.

Im Flughafen herrscht wieder diese widerliche Stimmung. Der Mensch ist einfach nicht dafür geschaffen worden vor Sonnenaufgang aufzustehen.
Erst zehn Minuten am Check-in, dann zehn Minuten an der Sicherheitskontrolle (die haben wirklich das Objektiv von meiner Kamera abgeschraubt um reinzusehen!), zehn Minuten um sich einen Cappuccino und ein trockenes Schokocroissant für 4,90 Euro zu kaufen (Oh Gott, nicht über den Preis nachdenken!), dann wieder zehn Minuten bis man im Flieger sitzt.
Diesmal gibt es keine hübsche Stewardess, die einem pantomimisch zeigt, wie man die Notausgänge findet. Nichtmal ein Steward; die Monitore fahren herunter und eine schlechte Poser-Animation erklärt uns, was zu tun ist. Man nimmt mir auch die allerletzen Freuden.
Wenigstens ist der Platz neben mir frei.


In Graz liegt Schnee.

Ein ganz normaler Tag

Freitag, 14. Dezember 2007

Kaffee, Mails lesen, Weihnachtsmusik, Glühwein, gestresste Mütter, Burger essen, Kälte, Wind, Prollos, Tussis, CD-Fachgeschäfte, die Down nicht kennen, UBahn fahren, Punks, Taschenlampe kaufen, Fotos machen, TShirts kaufen, rauchen, Bier trinken, mit Polizisten unterhalten, Freundin treffen, Lebkuchen-Herz schenken, Kaffee trinken, Leute treffen, Vodka trinken, Bier trinken, rauchen, grelle Musikvideos auf LCD-Fernseher an der Wand, rauchen, Bier, Schlange stehen, tanzen, Bier, rauchen… ein ganz normaler Dezember-Urlaubstag in Bielefeld…

Gigantisch!

Samstag, 08. Dezember 2007

Endlich ein Österreicher, der mehr von Deutschland gesehen hat, als nur München! Schwertransporte sei er früher gefahren, sagt mein Taxifahrer. So ziemlich alle Städte habe er dabei gesehen; bis Flensburg hoch.
Aber am schönsten, sagt er wärend er in bedenklichem Tempo durch den Kreisververkehr fährt und ich mir Gedanken mache über Traktion. Am schönsten fände er Frankfurt!
Ich stutze. Ausgerechnet Frankfurt? Was bitte hat Frankfurt? Das frage ich ihn dann auch.Die haben einen gigantischen Flughafen, murmelt er in seinen beachtlichen Schnurrbart. Gigantisch! wiederholt er und deutet es mit einer weiten Handbewegung an.
Nickend stimmme ich ihm zu und schaue aus dem Fenster; mein Ziel, der Grazer Flughafen, der nicht annährend so groß ist, ist bereits in Sicht. Schon seltsam was für Kriterien manch einer hat. Besonders österreichische Fernfahrer mit Schnurrbart.

Lotto

Mittwoch, 05. Dezember 2007

Ich habe in meinem ganzen Leben kein Lotto gespielt, keinen Cent in einen Glücksspielautomaten geworfen, beim Roulette, Black Jack oder Pokern mit Geld gespielt…
Nun ist es soweit! Über ein viertel Jahrhundert habe ich all mein Glück gespart um dieses eine mal beim Lotto zu gewinnen.
Ich ziehe mich nun zurück um eine Liste zu erstellen, was ich mit all dem Geld machen werde.

Wahlen

Dienstag, 04. Dezember 2007

Yeah! Ich bin wahlberechtigt in Graz! Vielleicht mache ich das noch um Frau Winter keine Stimme zu schenken! X(

Dezembernacht

Dienstag, 04. Dezember 2007

Früher bin ich fast jede Nacht noch raus gegangen, bei jedem Wetter, immer mit Musik im Ohr. Es ist schön einsam, besonders wenn es nass und kalt ist und niemand unterwegs.
Man kann seine Gedankenn nachgehen.
(Nochmals danke, Vera für das Buch; ich weiss nun, daß ich ein freier Determinist bin :D )

Wenn sich nichts bewegt, ist es wirklich besser auch des nachts mit 100 ISO zu fotographieren…

Sinnlos

Montag, 03. Dezember 2007

Ich bin nun 245.882 Stunden alt und die meisten davon hab ich sinnlos vertan…

Launisch

Sonntag, 02. Dezember 2007

Diese perverse Hassliebe für diese Stimmung… es ist Samstag und eigentlich müßte man gut drauf sein und längst auf dem Weg in einen Tanzschuppen oder irgendeiner Party, aber man sitzt noch zu Hause in seinen Gammelklamotten, eine Zigarrette im Mundwinkel, das dritte Bier ist bereits offen, das Licht ist aus, eine Kerze brennt, es läuft Musik, die man vor 5 Jahren für die Offenbarung hielt und weidet sich an seiner Melancholie.
Der Film, den ich eben gesehen habe ist nicht erwähnenswert, der Feedreader sagt nichts, Cinema lässt sich Zeit mit dem rendern und Colin Mcrae fesselt mich auch nicht länger als fünzehn Minuten am Stück.

Meine Ausgehstimmung ist wieder einmal launisch; ich stehe auf um mich umzuziehen, aber bis ich an der Schublade mit den T-Shirts bin, hat sich das wieder geändert. Mein Gott, bin ich anstrengend, wenn ich alleine wohne :D Wenn ich mit anderen zusammen wohne, bin ich immer der Quälgeist, der alle nötigt doch unbedingt mitzukommen…

edit: und kaum hat man auf “Veröffentliche” geklickt, klingelt das mobile Telefon und man ist auf dem Weg in den schäbigsten Laden der Stadt!

Stift-Odyssee

Samstag, 01. Dezember 2007

Heute begang ich den Fehler einen Stift kaufen zu wollen. Da ich nicht irgendeinen Stift, sondern einen Copic-Marker brauche, mußte ich zu dem hiesigen Zeichengeschäft, das mitten in der Stadt liegt.
Was soll ich sagen… die Hölle! Überall Menschen! Tausende Menschen drücken sich durch die kleinen Grazer Gassen, die breiten Fußgängerzonen, über Plätze, Geschäfte, Weihnachtsmärkte. Wo kommen die alle her? Wollen die wirklich alle am gleichen Tag Weihnachtsgeschenke kaufen? Kennen die Amazon nicht?
Wenigstens der Zeichenladen war leer…

Time after Time

Samstag, 01. Dezember 2007

edit: das video is zwar nett, aber dass es automatisch anfaengt zu spielen und man es nciht ausschalten kann, das nervt…

Wer es nicht kennen sollte; schaut es euch an: “My name is Earl”

Bücherverbrennung

Freitag, 30. November 2007

Darf man eigentlich Bücher verbrennen? Ich hab dutzende Bücher, die ich aussortiert habe und niemand will sie haben; nicht einmal geschenkt!
Vielleicht mache ich ein großes Bücherverbrennungs-BBQ!
Ihr könnt auch gerne eure eigenen Bücher mitbringen; Schund-SciFi, Benjamin von Stuckrad-Barre, Hegel oder was immer ihr wollt… und natürlich was zu grillen und trinken.

Warum Deutschland?

Dienstag, 27. November 2007

Sehr schöne Aktion und teilweise sehr interessante Antworten; hab ich gestern stundenlang angeschaut!

Warum Deutschland?

Nur die Seite muckt bei mir ein wenig…

Frau Winter ahoi

Montag, 26. November 2007

Es ist unglaublich was diese Frau von sich gibt! In Köln kann man sich solche Sprüche nicht erlauben, in Graz liegt die Grenze vielleicht was höher, aber, dass es so krass ist, hätte ich nicht gedacht!

Das Interview gibts hier.